Michael Dunker

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Sie sind am Limit.

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Zwei Gespräche diese Woche. Zwei Menschen, die sich nicht kennen, aber denselben bitteren Kern ansprachen:

Der Dauerlauf im Job, der Spagat mit den eigenen Kindern zu Hause, das ständige Gefühl, den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Die Warnlampen leuchten tiefrot.
Und trotzdem: „Krankmelden ist für mich keine Option. Ich verwerfe den Gedanken immer wieder.“ Stattdessen wird auf der letzten Rille gefahren, in der Hoffnung, dass die nächste Auszeit alles richtet.
Klartext: Urlaub und Ferien sind zur Erholung da. Nicht zur Reanimation.
Versteht mich nicht falsch: Das ist absolut kein Aufruf zum kollektiven Krankfeiern. Aber wenn wir spürbar auf die totale Erschöpfung zusteuern, ist die Krankmeldung die legitime Erste Hilfe. Sie ist die Kopfschmerztablette für den akuten Moment, wenn man schlichtweg nicht mehr arbeitsfähig ist.

Aber eine Schmerztablette heilt nicht die Ursache.
Wenn die akute Notbremse gezogen ist, beginnt die eigentliche Arbeit:

👍🏼 Wie kann ich mich besser abgrenzen?

👍🏼 Wie lerne ich, den Druck nicht mehr so nah an mich heranzulassen?

👍🏼 Wie passe ich mein Aufgabenmanagement an, damit ich nicht permanent über meine Grenzen gehe?

Und das ist keine Einbahnstraße.
Genau hier ist auch die Führung gefragt, einen kritischen Blick hinter den eigenen Vorhang zu werfen:

❓Welche ungelösten Konflikte brodeln im Team und fressen Energie?

❓ Welche strukturellen Faktoren begünstigen die Überlastung und treiben den Krankenstand in die Höhe?

Nur wenn wir diese langfristigen Strategien – auf persönlicher wie auf Führungsebene – trainieren, wird die Krankmeldung wieder zu dem, was sie sein sollte: eine absolute Ausnahme und kein heimliches Pflaster für ein dauerhaftes Problem.
Denn am Ende zeigt sich gerade jetzt das, woran ich zutiefst glaube:
Straucheln ist menschlich. Balance ist trainierbar.

#Resilienz#MentalHealth#GrenzenSetzen#Selbstführung#Leadership#Klartext#MichaelDunker

Zum Weiterdenken

Kennt ihr dieses „Schleppen bis zur nächsten Auszeit“ bei euch oder in eurem Umfeld auch?

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