Nachdenklich. Stolz. Kaputt. Optimistisch.
Heute kein Einblick in meine Coaching-Praxis. Kein inhaltlicher Klartext. Nur ein ungeschönter Blick in die aktuelle Realität.
Die letzten Wochen waren extrem. Ein krasses Einsatzerlebnis jagt das nächste, dazu Sonderdienste, Druck. Die Belastung in meinem beruflichen Umfeld ist massiv. Wir gehen gerade alle spürbar über unsere Grenzen. Wir sind kaputt.
Was mich dabei unendlich stolz macht? Zu sehen, wie wir alle in dieser Phase eng zusammenrücken. Da ist kein Platz für Ego-Trips. Wir stützen uns, wir fangen uns gegenseitig auf. Das ist Teamgeist in seiner reinsten Form.
Und trotzdem macht es mich nachdenklich. Wie lange kann ein Team auf absoluter Reserve laufen, nur getragen von blindem Vertrauen und Zusammenhalt? Wann wird aus bewundernswertem Einsatz ein gefährlicher Raubbau an der eigenen Substanz?
Aber ich bin Optimist. Ich kenne die Menschen. Ich weiß, welche enormen Ressourcen in ihnen stecken, um diese Phase durchzustehen und danach wieder zurück in die eigene Mitte zu finden.
Denn am Ende zeigt sich gerade jetzt das, woran ich zutiefst glaube:
Straucheln ist menschlich. Balance ist trainierbar.
Ich nehme aus dieser Woche nicht nur tiefen Respekt, sondern auch absolute Dankbarkeit für mein Team mit – und die Erkenntnis, dass Führung manchmal einfach nur bedeutet, gemeinsam eng zusammenzustehen und den Druck von allen Seiten auszuhalten. Ganz ohne Durchhalteparolen. Und dann? Gemeinsam nach vorne Blicken!
Passt auf eure Leute auf.
Und auf euch.
Zum Weiterdenken
Wie siehst du das? Ich bin gespannt auf deine Sicht.
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