„Eigentlich wäre man jetzt am liebsten direkt wieder zu Hause.“
Genau diese Annahme ist mir nach meiner Rückkehr aus dreieinhalb Wochen Jahresurlaub am häufigsten begegnet. In vielen Gesprächen wurde mir dieses Gefühl quasi schon direkt in den Mund gelegt. Die Erwartung dahinter: Man muss es furchtbar finden, wieder arbeiten zu müssen.
Ich sag’s mal ganz deutlich: Es können zwei Dinge auch einfach mal gleichzeitig passen!
⛱️ Erstens: Der Urlaub war ein absoluter Traum. Zeit mit der Familie, Durchatmen, einfach mal abschalten. Unbezahlbar. Und wie immer auch zu kurz 😀
🎉 Zweitens: Ich habe mich trotzdem total auf die Arbeit, die Aufgaben und meine Kolleginnen und Kollegen gefreut.
Zur Wahrheit gehört auch: Natürlich war der erste Tag direkt inhaltlich anstrengend und der Schreibtisch voll.
Aber soll ich mir davon jetzt direkt die ganze Erholung der letzten dreieinhalb Wochen zerstören lassen?
Wir neigen schnell dazu, dem Urlaub nach der Rückkehr direkt hinterherzutrauern. Wir ärgern uns über den Batzen der vor uns liegt und zählen gedanklich schon die Tage bis zum nächsten Urlaub ab.
Aber damit machen wir es uns selbst oft unnötig schwer.
Ich habe für mich gemerkt: Wenn wir den Blickwinkel bewusst ändern, bleibt am Ende vor allem Dankbarkeit und eine angenehme Gelassenheit. Einerseits Dankbarkeit für die tolle freie Zeit mit der Familie. Aber eben auch für das Privileg, eine Arbeit zu haben, die Sinn stiftet, und von Menschen umgeben zu sein, auf die man sich nach drei Wochen ernsthaft freut.
Lieber schätze ich das im Hier und Jetzt wert, statt allem nur nachzutrauern.
Zum Weiterdenken
Also allen Urlaubsrückkehrerinnnen und -rückkehrern: kommt gut wieder an. Und sagt mal, wie geht es euch nach dem Urlaub: Erstmal Wehmut, Vorfreude auf das Team – oder darf es bei euch auch beides zusammen sein?
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